Reformationsjubiläum 2017
Gemeinsames Luther-Projekt dank Kirchenkreis-Kooperation gelungen

Rückblick mit Freude, Stolz und Dankbarkeit

Sie sitzen in einem Soester Café und strahlen. Zu Recht. Denn sie haben in den vergangenen Monaten Großes und Großartiges geleistet: gemeinsam haben sie in Soest und Meschede rund 850 Menschen begeistert, indem sie das »Luther-Projekt« aufgeführt haben. Heute ziehen sie Bilanz.

Die Idee hatte Gerd Weimar, Kirchenmusikdirektor in Arsnebrg. Mit einem kreativen Team, Laien-Schauspielerinnen und -schauspielern und vielen Musikern und Musikerinnen hat er das Projekt in der Soester Wiesenkirche und dem modernen Kirchenzentrum in Meschede realisiert.

Los ging es im April 2015. Die Idee stand, der Schwung war da. Das kreative Schreibteam entwickelte Stationen aus Luthers Leben, fand Sätze und Worte aus Luthers Sprache, plante die nötige Technik und organisierte die Bühne. In Weimars Kopf tummelten sich Musikvorschläge. Zum ersten Mal verknüpfte er in diesem Projekt Musik und Schauspiel aus der und über die Lutherzeit, »und alles aus eigener Hand«. Keine Profis, sondern Gemeindeglieder aus beiden Kirchenkreisen sollten mitsingen und mitspielen.

Die Idee wurde am 30. Oktober 2016 in der Soester Wiesenkirche und am 18. Februar 2017 im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede Wirklichkeit. »Es hat große Lust und viel Spaß gemacht«, fasst Müller zusammen, was alle empfinden. Superintendent Alfred Hammer reagiert: »Ich möchte Ihnen allen meinen Respekt ausdrücken für das, was Sie geschafft haben«.

»In Meschede haben an die 100 Menschen keine Karten bekommen«, erinnert Hammer. Dr. Judith Tornau-Opitz weiß: »In Soest haben wir viele Menschen ohne Eintrittskarte wegschicken müssen.« Pfarrer Kai Hegemann ergänzt: »Wir hätten die Wiesenkirche zweimal füllen können.« Insgesamt haben in Soest 550 und in Meschede 300 Menschen die Aufführungen miterlebt.

Trotzdem, da sind sich Luther-Schauspieler Pfarrer Bodo Meier (Herscheid) und die anderen einig: »Eine dritte Aufführung zu stemmen, ist eine Überforderung«. Soviel Zeit hat der Herscheider Pfarrer nicht und so oft lassen sich 100 Sängerinnen und Sänger sowie über 20 Musiker auch nicht zusammenkriegen. »Außerdem wollen wir das Stück nicht aufwärmen. Ein zweiter Aufguss ist nie so gut«, weiß Almut Lürbke.

Die Gruppe einigt sich: »Jetzt schließen wir das Projekt mit einem wohligen Gefühl und Stolz ab«, so Weimar. Das Team will Ausschau halten, ob in zwei Jahren ein kirchliches Ereignis ansteht, in dessen Rahmen ein neues Luther-Projekt inszeniert werden könnte. Auf der Basis des vorhandenen Materials, aber mit Sängern und Sängerinnen, Schauspielern und Schauspielerinnen, die dann Lust haben, sich von Neuem in die Thematik und ihre Gestaltung einzuarbeiten.

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